{"id":1973,"date":"2016-11-29T17:56:24","date_gmt":"2016-11-29T15:56:24","guid":{"rendered":"https:\/\/oegpb.at\/?page_id=1973"},"modified":"2021-05-19T18:18:39","modified_gmt":"2021-05-19T16:18:39","slug":"vorwort-neurospy-42016","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oegpb.at\/?page_id=1973","title":{"rendered":"Vorwort 3. Newsletter 2016"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;a101c382-f6f4-4378-9eee-5c6c65b689e1&#8243; locked=&#8220;off&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.9.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_post_title _builder_version=&#8220;4.9.3&#8243; _module_preset=&#8220;7fd05a31-4b65-4680-8d87-3be606eca9dc&#8220;][\/et_pb_post_title][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;3.22&#8243;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; custom_padding=&#8220;60px|40px|60px|40px|true|true&#8220; custom_padding_phone=&#8220;|20px||20px|true|true&#8220; custom_padding_last_edited=&#8220;on|phone&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.27.4&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;]\t\t\t\t<div id=\"attachment_1991\" style=\"width: 198px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/sachs.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1991\" class=\"wp-image-1991 size-full\" src=\"https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/sachs.png\" alt=\"Bild Prof. Sachs\" width=\"188\" height=\"229\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1991\" class=\"wp-caption-text\">Univ. Prof. Dr.med. Dr. phil. Gabriele Sachs<\/p><\/div><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren!<\/p>\n<p>Im Namen der \u00d6GPB m\u00f6chte ich mich bei Ihnen f\u00fcr die Teilnahme bei der 18. Tagung der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie bedanken. Sie haben damit wesentlich zu einem erfolgreichen Kongress beigetragen.<br \/>\nWie gewohnt standen aktuelle und relevante Fragestellungen rund um das diagnostische Vorgehen und die optimale Therapie psychiatrischer Erkrankungen im Zentrum der Tagung.<\/p>\n<p>Es gab viele positive R\u00fcckmeldungen \u00fcber die Veranstaltung und die Vortragenden. Dieses Jahr kamen im Durchschnitt pro Tag etwa 300 Teilnehmer aus allen Bundesl\u00e4ndern zu der Tagung. Es war mir eine gro\u00dfe Freude, Sie alle im Messe Center begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen. Wir danken dem Programmkomitee sowie Medizin Medien f\u00fcr die gute Vorbereitung und Organisation und allen, die die Tagung unterst\u00fctzt haben.<\/p>\n<p>Die Wagner-Jauregg-Medaille erhielt in diesem Jahr Univ.-Prof. DDr. Hans-Peter Kapfhammer f\u00fcr seine hervorragenden wissenschaftlichen und klinischen Leistungen. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen unter anderem auf den Gebieten der psychischen Komorbidit\u00e4ten somatischer Krankheiten, der somatoformen St\u00f6rungen und der Trauma-Folgest\u00f6rungen.<br \/>\nDie Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft erging an Frau Dr. Susanne Lentner, Past Pr\u00e4sidentin der \u00d6GPB. Ihre besonderen Verdienste liegen in den Schwerpunkten Sucht, Komorbidit\u00e4ten sowie genderspezifischen Aspekten.<\/p>\n<p>Die \u00d6GPB bietet ihre Jahrestagung in Kooperation mit Wissenschaftlern, Klinikern und der Industrie, um Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung zu vermitteln und f\u00fcr die Praxis anwendbar zu machen.<\/p>\n<p>Die 18. Tagung der \u00d6GPB beinhaltete eine Mischung aus unterschiedlichen Schwerpunkten der Grundlagenforschung und der Diagnostik und Therapie psychiatrischer Erkrankungen.<br \/>\nNeueste Ergebnisse zur Verwendung von induzierten pluripotenten Stammzellen in der psychiatrischen Forschung und die Bedeutung der Sensibilisierung auf Amphetamine in der Schizophrenie und Suchtforschung wurden vorgestellt.<br \/>\nNeueste Entwicklungen zur psychiatrischen Diagnostik im DSM-V sowie im ICD -11 wurden kritisch aufgezeigt. In den Plenarvortr\u00e4gen referierten anerkannte Experten zum Wert der Bildgebung in der Psychiatrie, zum Thema Schlaf sowie zur Neurobiologie der Schizophrenie und den daraus ableitbaren Behandlungsoptionen.<br \/>\nEs wurden neue Therapieoptionen in der Therapie der Depression diskutiert. Es gibt inzwischen bereits eine hohe klinische Evidenz und eine Reihe von Studien die aufzeigen, dass Patienten mit depressiven St\u00f6rungen auch kognitive Beeintr\u00e4chtigungen aufweisen.<br \/>\nEine neue Chance in der Depressionsbehandlung k\u00f6nnte Vortioxetin aufgrund der positiven Auswirkung auf neurokognitive St\u00f6rungen und psychosoziale Funktionen darstellen.<br \/>\nInteressante neue Daten aus der Grundlagenforschung zeigen, dass auch Trazodon einen prokognitiven Effekt und eine antiinflammatorische Wirkung besitzt.<\/p>\n<p>Das neue Konsensus \u2013 Statement 2016 beinhaltet ein Update zu den Ursachen der Schizophrenie, zur Diagnostik und medikament\u00f6sen Behandlungsstrategien in den unterschiedlichen Krankheitsphasen. Loxapin als Inhalation stellt eine innovative Darreichungsform in der psychiatrischen Notfalltherapie dar. Im Vergleich zu oralen Antipsychotika weisen langwirksame atypische Antipsychotika Vorteile insbesondere in Bezug auf Therapieadh\u00e4renz und R\u00fcckfallprophylaxe auf. Das therapeutische Vorgehen bei ersterkrankten Patienten mit Schizophrenie erh\u00e4lt einen besonderen Stellenwert. Vor allem der fr\u00fchzeitige Einsatz von langwirksamen atypischen Antipsychotika nach der ersten Episode kann die R\u00fcckfall- und Rehospitalisierungsraten verringern. In \u00d6sterreich k\u00f6nnen bereits eine Reihe von atypischen Antipsychotika wie Aripiprazol LAI, Risperidon LAI, Olanzapin-Palmoat (der Einsatz erfordert eine medizinische Observanz nach der Applikation) und Paliperidonpalmitat angewandt werden. Im Rahmen der Tagung wurde auch die seit kurzem in \u00d6sterreich zur Verf\u00fcgung stehende 3-Monats-Injektion mit Paliperidonpalmitat vorgestellt.<\/p>\n<p>Besonderes Anliegen war es uns auch, andere Fachgebiete wie die Allgemeinmedizin in die Tagung zu integrieren. Das Symposium mit dem Thema Psychopharmakologie in der klinischen Praxis fand regen Anteil und soll fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen verbleibe ich<br \/>\nIhre<br \/>\nUniv. Prof. Dr.med. Dr. phil. 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Sie haben damit wesentlich zu einem erfolgreichen Kongress beigetragen.\nWie gewohnt standen aktuelle und relevante Fragestellungen rund um das diagnostische Vorgehen und die optimale Therapie psychiatrischer Erkrankungen im Zentrum der Tagung.\n\nEs gab viele positive R\u00fcckmeldungen \u00fcber die Veranstaltung und die Vortragenden. Dieses Jahr kamen im Durchschnitt pro Tag etwa 300 Teilnehmer aus allen Bundesl\u00e4ndern zu der Tagung. Es war mir eine gro\u00dfe Freude, Sie alle im Messe Center begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen. Wir danken dem Programmkomitee sowie Medizin Medien f\u00fcr die gute Vorbereitung und Organisation und allen, die die Tagung unterst\u00fctzt haben.\n\nDie Wagner-Jauregg-Medaille erhielt in diesem Jahr Univ.-Prof. DDr. Hans-Peter Kapfhammer f\u00fcr seine hervorragenden wissenschaftlichen und klinischen Leistungen. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen unter anderem auf den Gebieten der psychischen Komorbidit\u00e4ten somatischer Krankheiten, der somatoformen St\u00f6rungen und der Trauma-Folgest\u00f6rungen.\nDie Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft erging an Frau Dr. Susanne Lentner, Past Pr\u00e4sidentin der \u00d6GPB. Ihre besonderen Verdienste liegen in den Schwerpunkten Sucht, Komorbidit\u00e4ten sowie genderspezifischen Aspekten.\n\nDie \u00d6GPB bietet ihre Jahrestagung in Kooperation mit Wissenschaftlern, Klinikern und der Industrie, um Ihnen die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung zu vermitteln und f\u00fcr die Praxis anwendbar zu machen.\n\nDie 18. Tagung der \u00d6GPB beinhaltete eine Mischung aus unterschiedlichen Schwerpunkten der Grundlagenforschung und der Diagnostik und Therapie psychiatrischer Erkrankungen.\nNeueste Ergebnisse zur Verwendung von induzierten pluripotenten Stammzellen in der psychiatrischen Forschung und die Bedeutung der Sensibilisierung auf Amphetamine in der Schizophrenie und Suchtforschung wurden vorgestellt.\nNeueste Entwicklungen zur psychiatrischen Diagnostik im DSM-V sowie im ICD -11 wurden kritisch aufgezeigt. In den Plenarvortr\u00e4gen referierten anerkannte Experten zum Wert der Bildgebung in der Psychiatrie, zum Thema Schlaf sowie zur Neurobiologie der Schizophrenie und den daraus ableitbaren Behandlungsoptionen.\nEs wurden neue Therapieoptionen in der Therapie der Depression diskutiert. Es gibt inzwischen bereits eine hohe klinische Evidenz und eine Reihe von Studien die aufzeigen, dass Patienten mit depressiven St\u00f6rungen auch kognitive Beeintr\u00e4chtigungen aufweisen.\nEine neue Chance in der Depressionsbehandlung k\u00f6nnte Vortioxetin aufgrund der positiven Auswirkung auf neurokognitive St\u00f6rungen und psychosoziale Funktionen darstellen.\nInteressante neue Daten aus der Grundlagenforschung zeigen, dass auch Trazodon einen prokognitiven Effekt und eine antiinflammatorische Wirkung besitzt.\n\nDas neue Konsensus \u2013 Statement 2016 beinhaltet ein Update zu den Ursachen der Schizophrenie, zur Diagnostik und medikament\u00f6sen Behandlungsstrategien in den unterschiedlichen Krankheitsphasen. Loxapin als Inhalation stellt eine innovative Darreichungsform in der psychiatrischen Notfalltherapie dar. 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