{"id":8005,"date":"2023-05-30T17:42:52","date_gmt":"2023-05-30T15:42:52","guid":{"rendered":"https:\/\/oegpb.at\/?page_id=8005"},"modified":"2024-01-31T11:38:34","modified_gmt":"2024-01-31T10:38:34","slug":"2-oegpb-newsletter-2023","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oegpb.at\/?page_id=8005","title":{"rendered":"2. \u00d6GPB Newsletter 2023"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;a101c382-f6f4-4378-9eee-5c6c65b689e1&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||10px||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_post_title admin_label=&#8220;Posttitel&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;7fd05a31-4b65-4680-8d87-3be606eca9dc&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_post_title][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;2_3,1_3&#8243; use_custom_gutter=&#8220;on&#8220; gutter_width=&#8220;2&#8243; admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;30px|30px|30px|30px|true|true&#8220; box_shadow_style=&#8220;preset1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_team_member name=&#8220;PD DDr. Marie Spies&#8220; position=&#8220;Vorstandsmitglied der \u00d6GPB&#8220; image_url=&#8220;https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/0221_Spies-FEE_0890-scaled.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; position_font=&#8220;|600|||||||&#8220; position_text_color=&#8220;#000000&#8243; custom_margin=&#8220;||0px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;||4px||false|false&#8220; custom_css_member_image=&#8220;padding-bottom:10px;&#8220; custom_css_member_position=&#8220;padding-bottom:10px !important;&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kongressbericht 34th CINP World Congress of Neuropsychopharmacology 2023<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es freut mich sehr, Ihnen vom 34<sup>th<\/sup> CINP World Congress of Neuropsychopharmacology berichten zu d\u00fcrfen (https:\/\/www.cinp2023.org). Dieser j\u00e4hrliche Kongress, der zu den bedeutendsten neurowissenschaftlichen und psychiatrischen Kongressen z\u00e4hlt, fand dieses Jahr vom 7.\u201310. Mai in Montreal, Kanada, statt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">[\/et_pb_team_member][et_pb_team_member _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; position_font=&#8220;|600|||||||&#8220; position_text_color=&#8220;#000000&#8243; width=&#8220;49%&#8220; module_alignment=&#8220;left&#8220; custom_margin=&#8220;-13px||-10px||false|false&#8220; custom_padding=&#8220;0px||0px||false|false&#8220; custom_css_member_image=&#8220;padding-bottom:10px;&#8220; custom_css_member_position=&#8220;padding-bottom:10px !important;&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong><span>\u00a9 feelimage\/Matern<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">[\/et_pb_team_member][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das CINP (Collegium Internationale Psychopharmacologicum\/International College of Neuropsychopharmacology) ist eine seit \u00fcber 60 Jahren bestehende Organisation, die translationale neuropsychopharmakologische Forschung und die Psychiatrie f\u00f6rdert (https:\/\/www.cinp2023.org\/about-cinp\/) und somit als internationales Pendant zur \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie fungiert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0Im Zuge des Kongresses durfte ich mit einigen \u00f6sterreichischen Kolleg*innen informative, faszinierende und motivierende Kongressbeitr\u00e4ge h\u00f6ren. Die Formate reichten von Plenary Lectures bis zu 5-min-Blitz-Vortr\u00e4gen \u2013 Letztere erm\u00f6glichten eine kompakte Zusammenschau individueller Forschungsergebnisse. Inhaltlich wurden zahlreiche Facetten (Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie usw.) diverser psychiatrischer und Mental-Health-Themen besprochen, wie z. B. affektive und psychotische St\u00f6rungen, Suizidalit\u00e4t und Sucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kolleg*innen aus \u00d6sterreich wurden eingeladen, ihre Forschungsergebnisse zur Assoziation zwischen immunologischen Ver\u00e4nderungen und Dopaminfreisetzung bei Psychose, zur Anwendung von Silexan bei psychiatrischen Covid-Manifestationen, Methoden zur Erfassung von dynamischen Ver\u00e4nderungen des Glukosestoffwechsels mittels Positronen-Emissions-Tomografie sowie zu monoaminergen Ver\u00e4nderungen bei Ketamingabe vorzutragen. Als Ausdruck unserer lebendigen und produktiven neurowissenschaftlichen Forschungslandschaft zeigte sich \u00d6sterreich mit diesen Beitr\u00e4gen unter den Top-10 der anwesenden L\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch hochaktuelle Themen in der Neurowissenschaft, inkl. <span>innovativer Drug Targets wie TAAR1 (\u201e<\/span>trace amine-associated receptor 1\u201c), der Effektivit\u00e4t, Rolle und neurowissenschaftlichen Grundlage von Psychedelika als psychiatrischer Therapieoption sowie des Potenzials von \u201ei<span>nduced pluripotent stem cells\u201c<\/span><span>\u00a0<\/span><span>(iPSCs) f\u00fcr die Modellierung psychiatrischer und psychopharmakologischer Fragestellungen, <\/span>wurden besprochen<span>. Au\u00dferdem wurde <\/span>neu gewonnenes, vor allem pharmakodynamisches Wissen \u00fcber bereits eingesetzte und etablierte Therapien wie Ketamin pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unter den Vortragshighlights war ein erleuchtender Vortrag zum oben erw\u00e4hnten Thema <span>TAAR1 als m\u00f6glicher Angriffspunkt f\u00fcr neue psychopharmakologische Therapien. TAAR1 ist ein weitgehend intrazellul\u00e4rer, G-Protein-gekoppelter Rezeptor, der bereits durch geringe Konzentrationen endogener Amine, u. a. Monoamine, aktiviert wird. Es wird vermutet, dass dieser Rezeptor mit Monoamintransportern und -rezeptoren funktionell interagiert. Pathophysiologisch wird bei Depression und Schizophrenie eine ver\u00e4nderte TAAR1-Aktivit\u00e4t vermutet \u2013 somit k\u00f6nnte dieser Rezeptor einen Angriffspunkt f\u00fcr die Therapie verschiedener psychiatrischer Erkrankungen darstellen.<sup>1<\/sup> Dazu passend d\u00fcrfte ein Anstieg der Aminkonzentrationen, wie er durch die potent antidepressiv wirksamen Monoaminoxidase-Hemmer erzielt wird,<sup>2<\/sup> eine TAAR1-Aktivierung bewirken. Au\u00dferdem soll Clozapin als potentes atypisches Antipsychotikum TAAR1 aktivieren.<sup>3<\/sup> Derzeit laufen Phase-II- und Phase-III-Studien zu TAAR1-Agonisten bei Schizophrenie.<sup>4<\/sup> Somit werden wir vermutlich binnen der n\u00e4chsten Jahre in diesem Kontext einiges \u00fcber TAAR1-Modulatoren erfahren. <\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span>\u00a0<\/span><span>Noch mit derzeit etwas weniger klinischem Bezug, jedoch faszinierend und vielversprechend, zeigen sich rezente Ergebnisse im Bereich der Entwicklung von iPSCs zu Modellen f\u00fcr psychiatrische Forschung. <\/span>iPSC<span>\u00a0werden durch die Exposition von somatischen Zellen wie Fibroblasten mit einem spezifischen Cocktail an Transkriptionsfaktoren erzeugt, die eine \u201eRegression\u201c zu einer Stammzelle erzielen. iPSCs k\u00f6nnen dann durch genetische Modifikationen dazu gebracht werden, zu spezifischen Subtypen von Neuronen oder auch Gliazellen<sup>5<\/sup> zu differenzieren, und durch spezielle Kulturverfahren k\u00f6nnen Zellverb\u00e4nde generiert werden. Durch das Einbringen spezifischer genetischer Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen pathophysiologische Prozesse erforscht werden und die Effekte dieser Ver\u00e4nderungen auf das Zellverband-Modell k\u00f6nnen beobachtet werden. Au\u00dferdem kann der Einfluss von spezifischen psychopharmakologischen Therapien auf diese Zellverb\u00e4nde und z. B. krankheitsspezifische zellul\u00e4re Ver\u00e4nderungen erforscht werden.<sup>6<\/sup><\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span>\u00a0<\/span>Der Kongress bot auch eine Vielzahl klinisch fokussierter Vortr\u00e4ge, zum Beispiel eine hochinformative Session zu rezenten Entwicklungen im Bereich der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) zur Behandlung von Depression. Bisher war vor allem die Therapiedauer (einzelne Sitzungen \u00fcber Wochen) f\u00fcr viele Patient*innen und Therapiezentren limitierend. Die Entwicklung von Therapieprotokollen, die eine eindeutige Verk\u00fcrzung der Therapiedauer auf wenige Wochen oder Tage erm\u00f6glichen, d\u00fcrften m\u00f6glicherweise (gro\u00dfe Studien sind noch ausst\u00e4ndig) eine vielversprechende Therapiealternative darstellen.<sup>7<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit einige Einblicke in diesen spannenden Kongress geben konnte, wobei es sich hier um ein paar \u201eSchnappsch\u00fcsse\u201c und keinesfalls eine umfangreiche \u00dcbersicht handelt. Eine Teilnahme an einem der zuk\u00fcnftigen CINP-Kongresse ist f\u00fcr \u00f6sterreichische Psychiater*innen und Neurowissenschaftler*innen sehr zu empfehlen. Der 35<sup>th<\/sup> CINP World Congress wird vom 23.\u201326. Mai 2024 in Tokio, Japan, stattfinden (https:\/\/cinp2024.org).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Save the Date: Die diesj\u00e4hrige \u00d6GPB-Tagung wird als Pr\u00e4senzveranstaltung im Festsaal der<\/strong><span>\u00a0<\/span><strong>Universit\u00e4t Wien (11.\u201312.<\/strong><span><strong>\u00a0<\/strong><\/span><strong>11. 2023) stattfinden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir freuen uns auf Ihr Kommen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Referenzen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Berry MD et al.: Pharmacology of human trace amine-associated receptors: Therapeutic opportunities and challenges. Pharmacol Ther, 2017. <strong>180<\/strong>: p. 161-180.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Borowsky B et al.: Trace amines: identification of a family of mammalian G protein-coupled receptors. Proc Natl Acad Sci U S A, 2001. <strong>98<\/strong>(16): p. 8966-71.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Meyer JM S.S.: The clozapine handbook. Stahl\u2019s handbooks. 2019, Cambridge: Cambridge University Press.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Kantrowitz JT et al.: New Developments in the Treatment of Schizophrenia: An Expert Roundtable. Int J Neuropsychopharmacol, 2023.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Hanger B et al.: Emerging Developments in Human Induced Pluripotent Stem Cell-Derived Microglia: Implications for Modelling Psychiatric Disorders With a Neurodevelopmental Origin. Front Psychiatry, 2020. <strong>11<\/strong>: p. 789.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Unterholzner J et al.: Making Sense of Patient-Derived iPSCs, Transdifferentiated Neurons, Olfactory Neuronal Cells, and Cerebral Organoids as Models for Psychiatric Disorders. Int J Neuropsychopharmacol, 2021. <strong>24<\/strong>(10): p. 759-775.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">\n<p><em> Miron JP et al.: Optimized repetitive transcranial magnetic stimulation techniques for the treatment of major depression: A proof of concept study. Psychiatry Res, 2021. <strong>298<\/strong>: p. 113790.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/8e08903a-58d6-f238-7a8c-386421c1f309.jpg&#8220; title_text=&#8220;8e08903a-58d6-f238-7a8c-386421c1f309&#8243; url=&#8220;\/&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/mitgliederlogos_0002_Janssen.png&#8220; title_text=&#8220;mitgliederlogos_0002_Janssen&#8220; url=&#8220;\/&#8220; align=&#8220;center&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; transform_scale=&#8220;58%|58%&#8220; custom_margin=&#8220;-61px||||false|false&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/oegpb.at\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/mitgliederlogos_0004_FL_Roche.png&#8220; 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