{"id":1383,"date":"2015-11-23T02:04:43","date_gmt":"2015-11-23T00:04:43","guid":{"rendered":"http:\/\/dizign-projekte.at\/?p=1383"},"modified":"2015-11-23T02:04:43","modified_gmt":"2015-11-23T00:04:43","slug":"dfp-die-generalisierte-angststoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oegpb.at\/?p=1383","title":{"rendered":"DFP: Die generalisierte Angstst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Angstst\u00f6rungen  sind mit einer Lebenszeitpr\u00e4valenz von knapp 30 Prozent die am h\u00e4ufigsten  auftretenden psychiatrischen Erkrankungen, wobei auch mehrere Angsterkrankungen  gleichzeitig vorliegen k\u00f6nnen. Die generalisierte Angstst\u00f6rung (GAD) zeigt  einen potenziell chronischen Verlauf mit einer fluktuierenden Auspr\u00e4gung des  Schweregrads der Symptomatik.  <\/strong><\/p>\n<p>  Ein  Review \u00fcber epidemiologische Studien in Europa ergab 1,7 bis 3,4 Prozent zur  Ein-Jahres-Pr\u00e4valenz der generalisierten Angstst\u00f6rung (GAD) und 4,3 bis 5,9  Prozent f\u00fcr die Lebenszeitpr\u00e4valenz. Frauen leiden in der Regel doppelt so  h\u00e4ufig unter einer GAD als M\u00e4nner. Beginn der Erkrankung mit dem Vollbild der  Symptomatik liegt meist im Erwachsenenalter, wobei ein gradueller Beginn mit  einer subsyndromalen Symptomatik bereits im Alter zwischen 12 und 17 Jahren  vorkommen kann. <\/p>\n<p>Ein sp\u00e4ter, pl\u00f6tzlich auftretender Krankheitsbeginn steht  h\u00e4ufig in Zusammenhang mit psychosozialen Belastungen, wie sich in einer  franz\u00f6sischen Studie zeigte. Es wurden hierf\u00fcr 1.711 65-j\u00e4hrige oder \u00e4ltere  Menschen \u00fcber zw\u00f6lf Jahre begleitet, und 8,4 Prozent hiervon erlebten eine  Episode einer GAD. Als pr\u00e4diktive Faktoren konnten weibliches Geschlecht,  Armut, rezente belastende Lebensereignisse, chronische somatische oder  psychiatrische Erkrankungen, Verlust der Eltern und\/oder geringe affektive  Unterst\u00fctzung im Kindesalter und psychiatrische Erkrankungen der Eltern  identifiziert werden.<\/p>\n<h2> Verlauf und Komorbidit\u00e4t <\/h2>\n<p>  Die  GAD zeigt einen potenziell chronischen Verlauf mit einer fluktuierenden  Auspr\u00e4gung des Schweregrads der Symptomatik. Die Angstsymptomatik und exzessive  Besorgnis wurden auch mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen  assoziiert. In einer landesweiten Studie in den USA konnte bei 66 Prozent der  an einer GAD leidenden Patienten mindestens eine psychiatrische Komorbidit\u00e4t  gezeigt werden. <\/p>\n<p>Andere Angsterkrankungen kamen zu einem sehr gro\u00dfen Teil vor  (soziale Phobie 34,4 Prozent; spezifische Phobien 35,1 Prozent; Panikst\u00f6rung 23,5  Prozent). Die Komorbidit\u00e4t affektiver Erkrankungen bei Menschen mit  Angsterkrankungen ist sehr hoch, wobei ca. 60 Prozent der Patienten mit einer  depressiven Erkrankung im Laufe ihres Lebens auch an einer Angsterkrankung leiden.  Die Angsterkrankung tritt bei \u00fcber 80 Prozent der von beiden Erkrankungen  Betroffenen vor der depressiven Symptomatik auf. Patienten mit einer GAD und  einer komorbiden affektiven Erkrankung zeigen einen schwereren  Krankheitsverlauf und eine l\u00e4ngere Krankheitsdauer mit gr\u00f6\u00dferen  Funktionseinbu\u00dfen sowie eine schlechtere Prognose. <\/p>\n<p>Weitere komorbide  Erkrankungen sind Substanzabh\u00e4ngigkeiten, posttraumatische Belastungsst\u00f6rung  (PTSD), Zwangsst\u00f6rung sowie chronische Schmerzsyndrome ohne fassbares  organisches Korrelat und andere chronisch verlaufende somatische Erkrankungen.<\/p>\n<h2> Diagnostik <\/h2>\n<p>  Als  Screening-Instrument in der Prim\u00e4rversorgung kann das Generalised Anxiety  Disorder Assessment (GAD-7) verwendet werden (siehe Tabelle 1). Die  Sensitivit\u00e4t ist hierf\u00fcr mit 89 Prozent und die Spezifit\u00e4t mit 82 Prozent angegeben,  bei einem Cut-off-Wert von zehn bei maximal 21 Punkten. Das GAD-7 ist ein Modul  des Gesundheitsfragebogens f\u00fcr Patienten (PHQ-D), welcher f\u00fcr eine  nichtkommerzielle Anwendung frei und kostenlos erh\u00e4ltlich ist. Das GAD-7  erfasst die Symptomschwere der generalisierten \u00c4ngste und erfragt, wie h\u00e4ufig  die Patienten in den vergangenen vier Wochen an den sieben Kernsymptomen der  GAD gelitten haben. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab1.jpg\" alt=\"tab1\" width=\"730\" height=\"346\" class=\"alignnone size-full wp-image-1385\" \/><\/p>\n<p>Die Fragen des GAD-7 sind in Hinblick auf die klinische  Anwendbarkeit formuliert und auch f\u00fcr die Patienten leicht verst\u00e4ndlich. Das  GAD-7 kann zudem im Verlauf zur Erfassung des Schweregrads der Symptomatik  verwendet werden. Als Verfahren zur genauen Erfassung der Symptome sowie Diagnosestellung  k\u00f6nnen strukturierte bzw. halbstrukturierte Interviews wie das Structured  Clinical Interview for DSM-IV (SCID) bzw. die neue g\u00fcltige Version DSM-5 oder das  Mini-International Neuropsychiatric Interview (MINI; DSM-IV\/DSM-5; ICD-10)  angewendet werden. <\/p>\n<p>Diese strukturierten Interviews sind mit den Diagnosesystemen  DSM oder ICD kompatibel (Tabelle 2). Die Diagnosestellung sollte sehr  sorgf\u00e4ltig erfolgen, und internistische sowie neurologische Erkrankungen, aber auch  andere psychiatrische Erkrankungen sollten differenzialdiagnostisch abgegrenzt  werden (Tabellen 3 und 4).<\/p>\n<h2> Symptome <\/h2>\n<p>  Angst  beschreibt die Reaktion auf potenziell bedrohliche Umst\u00e4nde beziehungsweise  Gefahrenreize und ist Teil der lebensnotwendigen &bdquo;Kampf oder Flucht&ldquo;-Reaktion.  Es kommt zu k\u00f6rperlichen Symptomen, unter anderem: Herzrasen, Schwitzen und  auch psychischen Reaktionen wie ein Gef\u00fchl von Unruhe oder Unwohlsein. Die  Angst vor realen Bedrohungen dient als Schutz und stellt einerseits eine  k\u00f6rperliche Bereitschaft f\u00fcr die Kampf- oder Fluchtreaktion her als auch die  psychischen Angstsymptome zur Vermeidung von Gefahrensituationen oder eben die  M\u00f6glichkeit, diese mit einer erh\u00f6hten Vigilanz zu \u00fcberstehen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab2.jpg\" alt=\"tab2\" width=\"730\" height=\"1061\" class=\"alignnone size-full wp-image-1386\" \/><\/p>\n<p>Die  pathologische, nicht unter bedrohlichen Bedingungen auftretende Angst kann  einer Maladaption zugrunde liegen. Es wird versucht, anhand von  Klassifikationskriterien eindeutig eine Trennung von der angemessenen Angst zur  pathologischen Angst vorzunehmen, wobei es oft schwierig ist, hier eine klare  Grenze zu ziehen (Tabelle 5). H\u00e4ufig ist der Erkrankungsgrad den Betroffenen  nicht bewusst, die andauernde Besorgnis mag als normal angesehen werden. Was  unterscheiden &bdquo;normale&ldquo; Sorgen von einer GAD? Hauptsymptom der GAD ist eine  \u00fcbertriebene Besorgnis in den meisten Lebensbereichen, welche vom Betroffenen  nicht willentlich kontrollierbar ist, sowie eine anhaltende k\u00f6rperliche  Anspannung. Objektiv kann es zu Leistungseinbu\u00dfen im Berufsleben, aber auch bei  der Bew\u00e4ltigung der allt\u00e4glichen Anforderungen kommen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab3.jpg\" alt=\"tab3\" width=\"730\" height=\"751\" class=\"alignnone size-full wp-image-1387\" \/><\/p>\n<p>Die Symptome innerhalb  des diagnostischen Clusters treten in einem Spektrum auf, subsyndromale Verl\u00e4ufe,  welche nicht alle Diagnosekriterien erf\u00fcllen, gibt es in der klinischen Praxis  sehr h\u00e4ufig. Begleitende somatische Beschwerden reichen von kardialen Symptomen  (Tachykardie, Brustschmerz), gastrointestinalen Symptomen (Oberbauchbeschwerden,  Reizdarmsyndrom) oder neurologischen Symptomen (Kopfschmerzen, Schwindel,  Ohnmachtsgef\u00fchl). Dadurch findet der erste Kontakt h\u00e4ufig \u00fcber den Hausarzt  oder \u00fcber andere Fachbereiche als die Psychiatrie statt. In der Prim\u00e4rversorgung  werden Angsterkrankungen oft nicht erkannt oder auch bei korrekter Diagnose  nicht ad\u00e4quat behandelt. Als Voraussetzung f\u00fcr die Diagnose einer GAD gilt  allerdings, dass die Beschwerden nicht ausschlie\u00dflich durch eine somatische  Erkrankung bedingt sind und diese vorher diagnostisch abgekl\u00e4rt wurden. Somatische  Beschwerden und eine GAD k\u00f6nnen dennoch gemeinsam auftreten.<\/p>\n<h2> Differenzialdiagnosen und  Komorbidit\u00e4ten <\/h2>\n<p>  Angsterkrankungen  und depressive Erkrankungen zeigen wesentliche symptomatische \u00dcberlappungen,  vor allem Schlafst\u00f6rungen, Konzentrationsst\u00f6rungen, Energielosigkeit sowie  psychomotorische Anspannung und \u00dcbererregbarkeit. Die Kernsymptomatik der  Angsterkrankungen (Angst\/Besorgnis) unterscheidet sich jedoch wesentlich von  der Kernsymptomatik einer Depression (depressive Stimmung\/Interessenverlust).  Die therapeutische Konsequenz mag im Falle von symptomatischen \u00dcberlappungen gering  sein, da die First-line-Pharmakotherapie f\u00fcr eine depressive Episode mit  Angstsymptomatik bzw. eine depressive Episode mit komorbider Angsterkrankung, welche  alle diagnostischen Kriterien erf\u00fcllt, meist f\u00fcr beide Indikationen geeignet  sind. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Quelle: S3-Leitlinien Angstst\u00f6rungen\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab4.jpg\" alt=\"tab4\" width=\"730\" height=\"359\" class=\"alignnone size-full wp-image-1388\" \/><\/p>\n<p>Dennoch ist es wichtig, eine m\u00f6glichst spezifische Diagnose im zeitlichen  Verlauf zu dokumentieren und die Entwicklung der Symptomatik festzuhalten, um  einen Syndrom-orientierten Gesamtbehandlungsplan verfolgen zu k\u00f6nnen. Vom  aktuellen Wissenstand ausgehend spielen bei Angsterkrankungen vor allem drei  Transmittersysteme eine wichtige Rolle: GABAerges System, noradrenerges System,  serotonerges System. Ausgehend von der Amygdala werden unterschiedliche  zerebrale Regionen erregt. Es stellt sich bei der GAD die Hypothese einer  persistierenden, noch nicht als Ausnahmezustand empfundenen Funktionsst\u00f6rung  der Amygdala und der cortico-striatothalamo- corticalen Schleife. Wobei die  Funktionsst\u00f6rung im Sinne einer Panikattacke theoretisch auch intermittierend und  unerwartet \u2013 subjektiv als katastrophal empfunden \u2013 auftreten kann. <\/p>\n<p>Oder auch  erwartet im Rahmen von spezifischen Phobien und traumatisch konditioniert als posttraumatische  Belastungsst\u00f6rung. Diagnostisch signifikante Angstsymptomatik und ein  herabgesetztes Funktionsniveau lassen an eine Angsterkrankung denken, wobei die  differenzialdiagnostische Abgrenzung von Angstst\u00f6rungen untereinander und gegen\u00fcber  anderen psychischen Erkrankungen beachtet werden sollte. H\u00e4ufig werden illegale  Substanzen und Alkohol als Selbsttherapie von \u00c4ngsten, Agitation und Anspannung  sowie Schlafst\u00f6rungen verwendet. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab5.jpg\" alt=\"tab5\" width=\"620\" height=\"329\" class=\"alignnone size-full wp-image-1389\" \/><\/p>\n<p>Eine Angstst\u00f6rung kann hier unerkannt bleiben  und die Diagnose somit nicht gestellt werden. Im Rahmen von problematischem  Substanzgebrauch (bzw. Abh\u00e4ngigkeitserkrankungen) ist die Angstsymptomatik von  Intoxikationen und\/oder Entzugssymptomen schwer zu unterscheiden. Insgesamt ist  das gemeinsame Auftreten von Angst- und Suchterkrankungen hoch, so dass alle  Patienten mit Angsterkrankungen bez\u00fcglich eines problematischen  Substanzgebrauchs (bzw. einer Abh\u00e4ngigkeitserkrankung) untersucht werden sollten, und umgekehrt sollten Patienten,  die prim\u00e4r bez\u00fcglich einer Suchterkrankung  behandelt werden, f\u00fcr eine Angsterkrankung gescreent werden. <\/p>\n<p>Es gibt  unterschiedliche Modelle zur Pathogenese, in welchen einerseits die  Angsterkrankung im Vordergrund steht und die Suchterkrankung als Resultat der  Selbsttherapie mit Alkohol oder anderen Substanzen angesehen werden kann, oder  aber eine prim\u00e4r bestehende Substanzabh\u00e4ngigkeit, die aufgrund von  biologischen, psychosozialen und\/oder Stressfaktoren eine zus\u00e4tzliche Angsterkrankung  mit sich f\u00fchrt. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus kann das zeitgleiche Auftreten beider  Erkrankungen durch dieselben biologischen, psychosozialen und \/oder  Stressfaktoren ausgel\u00f6st werden. Beide Erkrankungen zu erkennen und zu  therapieren ist von hoher Wichtigkeit f\u00fcr den klinischen Therapierfolg. Sofern  der Alkoholkonsum in einem problematischen Bereich liegt oder ein  Abh\u00e4ngigkeitssyndrom bekannt ist, jedoch keine Indikation f\u00fcr eine  Entzugsbehandlung vorliegt, sollte eine ausf\u00fchrliche Aufkl\u00e4rung und Beratung hinsichtlich  abstinenzf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen und gegebenenfalls einer Rezidivprophylaxe  erfolgen. <\/p>\n<p>Therapien k\u00f6nnen sequenziell durchgef\u00fchrt werden oder parallel; es kann  eine zeitgleiche Behandlung beider Erkrankungen durchgef\u00fchrt werden. Im Raum  Wien bietet etwa das Anton-Proksch-Institut ein mehrdimensionales, modulares Behandlungskonzept  an, das versucht, komorbide St\u00f6rungen zu integrieren. <\/p>\n<h2>  Pharmakotherapie <\/h2>\n<p>  Die  Behandlung erfolgt initial h\u00e4ufig mittels Psychotherapie und\/oder  Pharmakotherapie, wobei in der klinischen Realit\u00e4t (Hausarztpraxis,  niedergelassener Psychiater) die Psychotherapie aus Gr\u00fcnden der unzureichenden  Finanzierbarkeit durch die Krankenkassen und des fehlenden Angebots meist zu  kurz kommt. Der vorliegende Abschnitt fokussiert sich deswegen auf die  Pharmakotherapie. <\/p>\n<p>Zu den Standardpr\u00e4paraten der ersten Wahl geh\u00f6ren SSRIs (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)  und SNRIs (Serotonin-Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer) sowie der \u03b12\u03b4-Ligand Pregabalin (siehe  Tabelle 6). Viele Studien zeigen eine Responserate f\u00fcr SSRIs\/SNRIs von etwa 50  bis 70 Prozent. Laut S3-Leitlinien sind Paroxetin, Citalopram, Escitalopram,  Sertralin und Venlafaxin f\u00fcr die Behandlung der GAD mit Empfehlungsgrad A und  Evidenzkategorie Ia angef\u00fchrt. SSRIs und SNRIs k\u00f6nnen eine Reihe an  Nebenwirkungen verursachen, welche die Lebensqualit\u00e4t beeinflussen, so sollte  die Behandlung und das spezifische Nebenwirkungsprofil auf den individuellen Patienten  abgestimmt werden. <\/p>\n<p>Die therapeutischen Dosierungen sind \u00e4hnlich zur  antidepressiven Behandlung. Die Wirklatenz ist sehr unterschiedlich, betr\u00e4gt  aber in der Regel zwei bis sechs Wochen, sodass nicht selten anf\u00e4nglich ein  Benzodiazepin zur Behandlung der durch das Antidepressivum fallweise  akzentuierten Nervosit\u00e4t verordnet werden muss. F\u00fcr SNRIs gilt die gleiche  Vorgehensweise, bei \u00e4hnlich guter Vertr\u00e4glichkeit und individuellem Nebenwirkungsprofil.  Die Effektst\u00e4rke f\u00fcr SSRIs und SNRIs wird in der Literatur mit 0,36 und 0,42  angegeben, einem kleinen bis mittleren Effekt entsprechend. Die Behandlung mit  Antidepressiva sollte nach eingetretener Remission noch f\u00fcr mindestens sechs  bis zw\u00f6lf Monate fortgesetzt werden. Bei einem R\u00fcckfall nach Therapieende und  initial gutem Therapieansprechen sollte die Behandlung wieder aufgenommen  werden. <\/p>\n<p>Kommt es nach Absetzversuchen wiederholt zum Auftreten der  Angstsymptomatik, ist eine l\u00e4ngerdauernde Erhaltungstherapie empfehlenswert. Pregabalin  wirkt \u00fcber eine Modulation der spannungsabh\u00e4ngigen Kalzium-Kan\u00e4le \u00e4hnlich wie  die Substanz Gabapentin. Es bindet an die \u03b12\u03b4-Untereinheit der pr\u00e4synaptischen Kalzium-Kan\u00e4le und vermindert  den Kalzium-Einstrom, so dass die Freisetzung von Glutamat, Noradrenalin und  Substanz P in weiterer Folge normalisiert wird. Die publizierte Effektst\u00e4rke  f\u00fcr Pregabalin betr\u00e4gt 0,50, einem starken Effekt entsprechend. <\/p>\n<p>Der  Wirkeintritt kann bereits nach einigen Tagen erfolgen, was ein wesentlicher  Vorteil gegen\u00fcber der Therapie mit Antidepressiva ist. Eine  Abh\u00e4ngigkeitsentwicklung wird diskutiert; bei Patienten mit einer Abh\u00e4ngigkeit  f\u00fcr mehrere Substanzen konnte kasuistisch eine Einnahme in \u00fcberh\u00f6hten Dosen  beobachtet werden. F\u00fcr trizyklische Antidepressiva (TZA) wie Imipramin und Opipramol  konnte ebenfalls eine Wirksamkeit bei GAD nachgewiesen werden, wobei insgesamt  die H\u00e4ufigkeit unerw\u00fcnschter Wirkungen gr\u00f6\u00dfer ist als bei den modernen Antidepressiva  und diese daher bevorzugt verordnet werden sollten. <\/p>\n<p>Die Wirklatenz f\u00fcr TZAs  liegt ebenfalls bei zwei bis vier Wochen, wobei die sedierende Komponente zuerst  eintritt. F\u00fcr Buspiron, welcher als 5-HT1A-Agonist wirkt, konnte ein Effekt bei  GAD gezeigt werden, allerdings war dieser geringer als bei anderen  Medikamenten. Die Wirklatenz betr\u00e4gt sechs bis acht Wochen. Buspiron wird seit  einigen Jahren nicht mehr in \u00d6sterreich vermarktet. Eine phytotherapeutische  Alternative zur Behandlung von GAD ist nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen Silexan  (standardisiertes Lavendelextrakt). In den rezenten Studien zeigte sich sowohl  eine gute Wirksamkeit als auch Vertr\u00e4glichkeit, jedoch keine  Toleranzentwicklung und kein Abh\u00e4ngigkeitssyndrom. <\/p>\n<p>Die Wirkung scheint \u2013  \u00e4hnlich wie bei Pregabalin \u2013 \u00fcber einen reduzierten Kalzium-Einstrom durch  spannungsabh\u00e4ngige Kalziumkan\u00e4le im Hippocampus zu erfolgen. Auch die Bedeutung  des 5HT1ARezeptors im Zusammenhang mit der Wirkung von Silexan wurde von  unserer Klinik gezeigt. Die Wirklatenz liegt bei zwei bis vier Wochen, abh\u00e4ngig  vom Schweregrad der Erkrankung. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/tab6.jpg\" alt=\"tab6\" width=\"730\" height=\"605\" class=\"alignnone size-full wp-image-1390\" \/><\/p>\n<p>Die Behandlung mit Benzodiazepinen ist  kosteng\u00fcnstig und kurzfristig sehr effektiv, so kamen diese in den 50er Jahren  des vergangenen Jahrunderts noch als Monotherapie zum Einsatz. Besonders  Alpraozolam, Lorazepam und Oxazepam zeichnen sich durch einen sehr raschen  Wirkungseintritt (ungef\u00e4hr 20 Minuten nach Einnahme) aus und werden im  klinischen Alltag gerne eingesetzt. Es zeigt sich zwar eine unmittelbar  einsetzende Symptomreduktion bei vielen Patienten, es kann jedoch zu  Komplikationen, wie z.B. einem Abh\u00e4ngigkeitssyndrom und kognitiven sowie  motorischen Defiziten, kommen. <\/p>\n<p>Wichtig ist, die therapeutische Entscheidung gut  abzuw\u00e4gen und die kleinste wirksame Dosis f\u00fcr einen kurzen Zeitraum zu  verordnen. Vor allem bei Langzeitbehandlungen kann es auch bei niedriger Dosis  zu Abh\u00e4ngigkeitssyndromen kommen (low dose dependency). Eine ausf\u00fchrliche  Aufkl\u00e4rung von Patienten und Angeh\u00f6rigen ist bei der Verordnung von  Benzodiazepinen essenziell. Benzodiazepine wirken im Gehirn, indem sie an den GABA-A-Rezeptoren den endogenen GABA-Effekt potenzieren. Die GABA-A-Rezeptoren  bestehen aus f\u00fcnf Untereinheiten, welche den Chlorid-Kanal formen, er moduliert  unter anderem die globale neuronale Erregbarkeit, \u00c4ngstlichkeit und Schlaf.<\/p>\n<h2> Therapieresistente GAD <\/h2>\n<p>  Initial  sollte \u00fcberpr\u00fcft werden, ob bislang ad\u00e4quate therapeutische Dosen eingenommen  wurden. Weiters ist es auch wichtig, neuerlich die Diagnose hinsichtlich ihrer Validit\u00e4t  zu hinterfragen bzw. das Vorhandensein einer Komorbidit\u00e4t zu \u00fcberpr\u00fcfen. Die  Bedeutung psychosozialer Belastungsfaktoren zur Aggravierung der Symptomatik ist  zu reevaluieren. Anschlie\u00dfend sollten die folgenden diagnostischen\/therapeutischen  M\u00f6glichkeiten \u00fcberdacht werden: <\/p>\n<ul>\n<li> Dosiserh\u00f6hung (ggf. Blutspiegelbestimmung,  Genotypisierung der Cytochrom-P450-Enzyme) <\/li>\n<li> Ausreichende Kontinuit\u00e4t der  Behandlung \u00fcber zwei bis drei Monate <\/li>\n<li>Pharmakologische Kombination mit: <\/li>\n<li> Pregabalin in Kombination mit einem Antidepressivum zeigte sich, bei  Therapieresistenz, in klinischen Studien als effektiv und gut vertr\u00e4glich <\/li>\n<li> Antipsychotika (Off-Label): <br \/>\n    &#8211; Aripiprazol <br \/>\n    &#8211; Quetiapin <br \/>\n    &#8211; Risperidon <br \/>\n    &#8211; Olanzapin <br \/>\n    &#8211;  Ziprasidon <\/li>\n<li> Benzodiazepine (unter sorgf\u00e4ltiger Risiko-Nutzen-Abw\u00e4gung,  zeitlich befristete Verordnung.) <\/li>\n<li> Hypnotika (Zopiclon, Zolpidem) <\/li>\n<li> Hydroxyzin <\/li>\n<li> Umstellung auf ein anderes Standardpr\u00e4parat aus derselben oder einer anderen  Substanzklasse, wenn kein Erfolg gegeben ist bzw. bei unertr\u00e4glichen  Nebenwirkungen (SSRI, SNRI; TCA) <\/li>\n<li> begleitende Psychotherapie <\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtig ist es,  die Patienten sowie gegebenenfalls deren Angeh\u00f6rige \u00fcber m\u00f6gliche  Nebenwirkungen im Vorhinein aufzukl\u00e4ren und einen &bdquo;informed consent&ldquo; zur  Therapie einzuholen. Eine niedrige Einstiegsdosis von Antidepressiva kann  langsam hinauftitriert werden, um ein potenzielles Risiko f\u00fcr das Auftreten von  Nebenwirkungen zu minimieren. <\/p>\n<p>Patienten m\u00fcssen darin best\u00e4rkt werden,  Nebenwirkungen zu berichten, bevor selbstst\u00e4ndig die Dosis ver\u00e4ndert oder die  Medikation abgesetzt wird. Patienten mit einer GAD sind sehr besorgt um ihre  Gesundheit und erleben h\u00e4ufig eine Vielzahl von Nebenwirkungen. Fehlende  Therapie-Adh\u00e4renz kommt h\u00e4ufig vor und kann unterschiedliche Ursachen haben,  wie zum Beispiel Vergesslichkeit oder andere Priorit\u00e4tensetzung. Eine  selbstst\u00e4ndige Dosisreduktion, fehlende Informationen oder emotionale  Hintergr\u00fcnde k\u00f6nnen auch dazu f\u00fchren, dass es zu Schwankungen im  Medikamentenspiegel kommt. <\/p>\n<p>Interventionen wie kognitive Verhaltenstherapie  (CBT), Verhaltensmodifikationen, Adh\u00e4renz-Therapie, Psychoedukation und  motivierende Gespr\u00e4chsf\u00fchrung k\u00f6nnen die Adh\u00e4renz langfristig verbessern. Die  Dosierung bei der t\u00e4glichen Medikamenteneinnahme sollte so unkompliziert wie m\u00f6glich mit wenigen  Einnahmezeitpunkten verordnet werden. Weitere Faktoren k\u00f6nnen sich au\u00dferdem positiv  auswirken, so ist eine positive Beziehung zum behandelnden Arzt und eine  angenehme Atmosph\u00e4re in den Behandlungsr\u00e4umen wichtig. Laufender Beistand, Verst\u00e4rkung  und Motivation bei jedem Schritt durch das Gesundheitssystem stellen eine gro\u00dfe  Unterst\u00fctzung dar. Die Patienten sollten zudem in die Entscheidungsfindung mit  eingebunden werden. Die Therapieziele gemeinsam abzustecken und r\u00fcckwirkend zu beurteilen,  kann der Adherenz zugutekommen.<\/p>\n<h2> Psychotherapie <\/h2>\n<p>  Weitere  m\u00f6gliche spezifische Therapieverfahren mit ihren Wirkungsweisen und Risiken  sollten mit dem Patienten besprochen werden.<\/p>\n<p> <strong>Psychoedukation f\u00fcr das  Umfeld und die Betroffenen:<\/strong> Bei  Angsterkrankungen sind meist nicht die Erkrankten allein, sondern auch ihr  Umfeld betroffen. Psychoedukation \u00fcber die Erkrankung kann sowohl den  Betroffenen als auch deren Angeh\u00f6rigen helfen und Spannungen vorbeugen. Dar\u00fcber  hinaus k\u00f6nnen Angeh\u00f6rige spezielle Techniken (z.B. aus der CBT) erlernen, um  den Betroffenen zu unterst\u00fctzen. Die Eltern-Kind-Beziehung kann gest\u00e4rkt und  Probleml\u00f6sungsstrategien innerhalb der Familie erarbeitet werden. Elterliche  \u00c4ngste k\u00f6nnen zu Abh\u00e4ngigkeiten in der Beziehung f\u00fchren, hier ist es wichtig,  die kindliche Autonomie zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p> <strong>Cognitive-Behavioural  therapy (CBT):<\/strong> Die  CBT basiert auf der Annahme, dass Menschen mit einer GAD dazu neigen in der  Zukunft liegende potenziell negative Ereignisse in ihrem Ausma\u00df zu \u00fcbersch\u00e4tzen  und diese zu katastrophisieren, kombiniert mit einem sehr geringen Vertrauen in  die eigenen F\u00e4higkeiten zur Probleml\u00f6sung. Das Sich-Sorgen-Machen mit einer  Reihe negativer, zum gro\u00dfen Teil verbaler Gedanken, die subjektiv schwer kontrollierbar  erscheinen, gilt als Leitsymptom der GAD. <\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftige Probleme und Gefahren  werden m\u00f6glichst vermieden. Der Prozess des Sich-Sorgen-Machens kann somit als  dysfunktionale Bew\u00e4ltigungsstrategie angesehen werden. Die Beruhigung mit einer  gefundenen Probleml\u00f6sung und die Reduktion der Angst sind jedoch nur von kurzer  Dauer, weil sofort neue Sorgengedanken generiert werden, die einer Antwort  bed\u00fcrfen. Ein Ziel der CBT ist somit die \u00c4nderung der maladaptiven Kognitionen,  es werden angstausl\u00f6sende Gedanken hinterfragt, auf ihren Realit\u00e4tsgehalt  gepr\u00fcft und entkatastrophisiert oder durch realistischere, weniger belastende und  hilfreichere erg\u00e4nzt. <\/p>\n<p>Zur Verbesserung der Ich-Funktionen wird in einem  Probleml\u00f6setraining zielf\u00fchrendes Verhalten erlernt und das Vertrauen in die  eigene F\u00e4higkeit zur Problembew\u00e4ltigung gest\u00e4rkt. Angewandte Entspannungstechniken  k\u00f6nnen in belastenden Alltagssituationen eingesetzt werden und sind vor allem hilfreich  f\u00fcr Patienten mit Schlafst\u00f6rungen, Nervosit\u00e4t und Verspannungen.<\/p>\n<h2> Weitere Therapiema\u00dfnahmen <\/h2>\n<p><strong>Entspannungstechniken\/Meditation:<\/strong> Ein Reihe von  Entspannungsverfahren haben schon vor Jahren Eingang gefunden in  psychiatrisch-station\u00e4re Behandlungskonzepte allen voran die  Enstpannungstechnik nach Jacobsen, aber auch Autogenes Training, Biofeedback  und andere. Diese Therapiema\u00dfnahmen k\u00f6nnen im nicht station\u00e4ren Umfeld genauso  wahrgenommen werden (Volkshochschule, private Anbieter). Auch Yoga-\u00dcbungen,  h\u00e4ufig auch in Verbindung mit Meditation, gelten zunehmend als  Behandlungsoption von Angsterkrankungen mit wissenschaftlicher Evidenz, wobei  eine regelm\u00e4\u00dfige Durchf\u00fchrung unter qualifizierter Anleitung die besten  Ergebnisse erzielt.<\/p>\n<p> <strong>Das Internet als  psychoedukatives Medium:<\/strong> Viele  Patienten und Angeh\u00f6rige sind im Internet auf der Suche nach Informationen,  Ratschl\u00e4gen und Unterst\u00fctzung hinsichtlich ihrer Erkrankung. Einerseits geht es  darum, die erlebten Symptome und das Krankheitsbild zu verstehen und alle  potenziellen Therapieoptionen zu kennen und in Erfahrung zu bringen, wo diese  angeboten werden. Dar\u00fcber hinaus gibt es ein gro\u00dfes Angebot an Screening-Tests  f\u00fcr psychiatrische Krankheitsbilder und Angsterkrankungen im Speziellen. <\/p>\n<p>Eine  2010 durchgef\u00fchrte Befragung von 302 Personen ergab, dass 60,3 Prozent der  Teilnehmer von online durchgef\u00fchrten Screening- Tests sich in weiterer Folge an  professionelle Einrichtungen wenden und 34,4 Prozent einer weiteren Recherche nachgehen,  21,1 Prozent unternehmen nichts, 19,2 Prozent besprechen das Ergebnis in ihrem  n\u00e4heren Umfeld, und 7,6 Prozent kaufen sich Fachliteratur. <\/p>\n<p>Online-Therapie  kann im Bedarfsfall passend sein aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden wie z.B. bei  \u00f6konomischen Barrieren, Angst vor pers\u00f6nlichem Kontakt bzw. initial bestehenden  Ber\u00fchrungs\u00e4ngsten, geografischen Gegebenheiten oder k\u00f6rperlichen  Einschr\u00e4nkungen. Es gibt einige hochwertige Informationsquellen im Internet, welche  f\u00fcr Betroffene durchaus eine zus\u00e4tzliche Hilfestellung darstellen k\u00f6nnen  (www.awmf.org\/uploads\/tx_szleitlinien\/051-028p_S3_Angstst\u00f6rungen_2015-01.pdf;  www.adaa.org (Anxiety Disorders Association of America); www.nimh.nih.gov  (National Institute of Mental Health); www.iaord.org (International Association  of Anxiety Disorders)). <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Fotos: Privat (3), MedUni Wien\/Matern\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/port.jpg\" alt=\"port\" width=\"250\" height=\"249\" class=\"alignleft size-full wp-image-1391\" \/><\/p>\n<p> <em>Dr.  Laura Carlberg (o. links), Dr. Birgit Ludwig (o. rechts), o. Univ.-Prof. Dr.  h.c. mult. Dr. Siegfried Kasper (u. links) und Assoc.-Prof. Dr. Dietmar Winkler  (u. rechts) <\/em><em>Universit\u00e4tsklinik  f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Universit\u00e4t Wien <\/em><\/p>\n<p><em>E-Mail:  laura.carlberg@meduniwien.ac.at<\/em> <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> <em>\u00c4rztlicher  Fortbildungsanbieter: Klinische Abteilung f\u00fcr Biologische Psychiatrie, Universit\u00e4tsklinik  f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie, Wien   <\/em><\/p>\n<p><em>Lecture Board:  Univ.-Prof. Dr. Christian Geretsegger, Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz Grunze  <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angstst\u00f6rungen sind mit einer Lebenszeitpr\u00e4valenz von knapp 30 Prozent die am h\u00e4ufigsten auftretenden psychiatrischen Erkrankungen, wobei auch mehrere Angsterkrankungen gleichzeitig vorliegen k\u00f6nnen. Ein Beitrag von Dr. Laura Carlberg, Dr. Birgit Ludwig, o. Univ.-Prof. Dr. h.c. mult. Dr. Siegfried Kasper und Assoc.-Prof. Dr. Dietmar Winkler. (CC neuropsy 5\/15)<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":1384,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[108,13],"tags":[111,55,33],"class_list":["post-1383","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-108","category-neuropsy","tag-angst","tag-angststoerungen","tag-psychiatrie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1383\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/oegpb.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}