{"id":928,"date":"2014-12-23T17:50:19","date_gmt":"2014-12-23T15:50:19","guid":{"rendered":"http:\/\/dizign-projekte.at\/?p=928"},"modified":"2014-12-23T17:50:19","modified_gmt":"2014-12-23T15:50:19","slug":"dfp-literaturstudium-die-adulte-aufmerksamkeitsdefizit-und-hyperaktivitaetsstoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oegpb.at\/?p=928","title":{"rendered":"DFP-Literaturstudium: Die adulte Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Fotolia\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Fotolia.jpg\" alt=\"Fotolia\" width=\"300\" height=\"155\" class=\"alignleft size-full img-border wp-image-993\" \/><strong>Der Schwerpunkt dieser \u00dcbersichtsarbeit liegt auf der Darstellung der rezenten Datenlage zur Epidemiologie und \u00c4tiologie, der Beschreibung der klinischen Manifestation der ADHS sowie der Diagnostik und Therapiem\u00f6glichkeiten der adulten ADHS.<\/strong> <\/p>\n<p>Die Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung (ADHS) des Erwachsenenalters, auch als adulte ADHS bezeichnet, ist eine in mehreren Lebensbereichen evidente (Schule\/Beruf, Freizeit, Zuhause) neuronale Entwicklungsst\u00f6rung, welche zwingend im Kleinkindes- bis Kindesalter beginnt und sich ins Erwachsenenalter mit einer Persistenz von 30 bis 60 Prozent fortsetzt. ADHS stellt eine intensiv diskutierte psychiatrische Erkrankung dar, was einerseits aus der im Vergleich zu den meisten anderen psychischen St\u00f6rungen sp\u00e4ten diagnostischen Einordnung von ADHS in die g\u00e4ngigen internationalen Klassifikationssysteme (International Classification of Diseases, ICD-10, Diagnostic and Statistical Manual of the American Psychiatric Association, DSM-5) und der damit verbundenen steigenden Diagnoseraten in den letzten drei Jahrzehnten resultiert. Andererseits ist dies jedoch auch auf die vonseiten der \u00c4rzte angstbesetzte und negativ konnotierte Therapie mit Psychopharmaka, insbesondere mit Stimulanzien, zur\u00fcckzuf\u00fchren, welche nach Diagnosestellung von ADHS und vorrangig bei Schulkindern, zum Einsatz kommen. Klinisch kennzeichnet sich die ADHS durch eine Aufmerksamkeitsst\u00f6rung, erh\u00f6hte motorische Aktivit\u00e4t und impulsives Verhalten sowie die daraus resultierenden Beeintr\u00e4chtigungen in der Alltagsbew\u00e4ltigung. ADHS tritt zudem h\u00e4ufig in Verbindung mit benachteiligenden Komorbidit\u00e4ten auf und stellt f\u00fcr Betroffene eine schwere private und soziale B\u00fcrde dar.<br \/>\nDie Erstbeschreibung des klinischen St\u00f6rungsbildes der ADHS im Kindesalter erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts. Lange Zeit galt diese St\u00f6rung als eine ausschlie\u00dflich im Kindes- und Jugendalter vorkommende Erkrankung. In klinischen Verlaufsstudien konnte jedoch ein Fortbestehen mit voller Symptomauspr\u00e4gung oder zumindest Teilen der Symptomatik bis ins Erwachsenenalter gezeigt werden. Insbesondere das Aufmerksamkeitsdefizit scheint bei Erwachsenen h\u00e4ufig als Kernsymptomatik bestehen zu bleiben, bei gleichzeitig individuell unterschiedlicher Verringerung der Hyperaktivit\u00e4t und Impulsivit\u00e4t.<br \/>\nDer erste wissenschaftlich dokumentierte Einsatz von Stimulanzien bei Kindern fand 1937 statt und zeigte eine positive Wirkung auf die Kernsymptomatik. Daraufhin wurde in den 1960er Jahren mit der routinem\u00e4\u00dfigen Behandlung mit Stimulanzien im Kindesalter begonnen. Die Diagnose ADHS floss erstmalig vor mehr als drei Jahrzehnten in die internationalen Klassifikationssysteme (ICD-9, DSM III) ein. Erst 1992 wurde die St\u00f6rung auch als Erkrankung im Erwachsenenalter beschrieben. <\/p>\n<h2>Epidemiologie <\/h2>\n<p>Wie einf\u00fchrend bereits erw\u00e4hnt, ist die ADHS eine Erkrankung mit steigender Praxisrelevanz f\u00fcr den behandelnden Psychiater, was auf eine vermehrte diagnostische Einbeziehung des Symptomkomplexes in den klinischen Alltag zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die Pr\u00e4valenzraten von ADHS im Kindesalter betragen weltweit drei bis zw\u00f6lf Prozent, wobei die Schwankungsbreite durch die Anwendung verschiedener Klassifikationssysteme in epidemiologischen Studien zu erkl\u00e4ren ist. Als urspr\u00fcnglich nur dem Kindesalter zugesprochene Erkrankung werden die Pr\u00e4valenzraten der Diagnose ADHS im Erwachsenenalter nach wie vor kontroversiell diskutiert. Verlaufsstudien konnten zeigen, dass 36 bis 49 Prozent aller mit ADHS diagnostizierten Kinder im Erwachsenenalter in alltagsrelevanten Situationen aufgrund assoziierter Symptome beeintr\u00e4chtigt sind. Fallberichte st\u00e4rken den klinischen Verdacht, dass sich einzelne oder mehrere Symptomkomplexe in einer individuellen Auspr\u00e4gung bis ins hohe Erwachsenenalter fortsetzen. Damit tritt ADHS \u00f6fter auf als andere psychiatrische Erkrankungen wie die Schizophrenie oder die bipolare affektive St\u00f6rung.<br \/>\nDas Geschlechterverh\u00e4ltnis von M\u00e4dchen und Jungen mit ADHS wird mit 1:3 bis 1:4 angegeben, was vor allem den mit Jungen in Verbindung gebrachten hyperaktiven und impulsiven Verhaltensmustern zugeschrieben wird. Im Erwachsenenalter n\u00e4hern sich die Pr\u00e4valenzraten bei Frauen jenen der M\u00e4nner mit 1:2,5 an, was mit der im Vordergrund stehenden Aufmerksamkeitsst\u00f6rung bei Erwachsenen mit ADHS in Verbindung gebracht wird. Das gr\u00f6\u00dfere Missverh\u00e4ltnis der geschlechterspezifischen Pr\u00e4valenzraten im Kindesalter weist weniger auf eine \u00dcberdiagnostizierung bei Jungen hin, da die oftmals \u00fcbliche Reduktion der hyperaktiv impulsiven Symptome bei ADHS im Erwachsenenalter erwiesen ist, sondern auf eine Unterdiagnostizierung von weniger klinisch auff\u00e4lligen und dadurch das medizinische Angebot weniger in Anspruch nehmende M\u00e4dchen. <\/p>\n<h2>Pathophysiologie <\/h2>\n<p>Die zugrunde liegenden komplexen neurobiologischen Mechanismen der ADHS sind bis zum heutigen Zeitpunkt nur partiell gekl\u00e4rt. Wissenschaftliche Ergebnisse zur \u00c4tiologie schlie\u00dfen ein monokausales biologisches Korrelat der Erkrankung aus. In der Vergangenheit wurde meist von fr\u00fchkindlichen Erziehungsfehlern, famili\u00e4ren Interaktionsproblemen, Vernachl\u00e4ssigung\/Verwahrlosung und\/ oder fr\u00fchkindlichen Traumata als Ursache f\u00fcr die Entstehung von ADHS ausgegangen. Nach dem derzeitigen Stand der Neurowissenschaften und dem sachlichen Umgang mit der Erkrankung werden \u00e4thiopathogenetisch multifaktoriell bedingte strukturelle und funktionelle neuronale Mechanismen angenommen, welche \u00fcberwiegend durch Gen-Umwelt-Interaktionen bedingt sind (Tabelle 1). Zwillings-, Adoption- und molekulargenetische Studien weisen auf eine im Vergleich zu anderen psychiatrischen Erkrankungen hohe durchschnittliche Heritabilit\u00e4t von 75 Prozent hin. Hingegen wurde nur eine geringe Anzahl von ADHS-assoziierten Genen identifiziert, die jeweils wiederum nur einen sehr geringen Einfluss auf den Ph\u00e4notyp haben. Weiters konnten keine zus\u00e4tzlichen Genvariationen in genomweiten Assoziationsstudien identifiziert werden. Das Ungleichgewicht in der Aktivierung frontostriataler und frontoparietaler Bahnen in monoaminergen Neurotransmittersystemen wurde seit L\u00e4ngerem mit der Neurobiologie der ADHS in Verbindung gebracht. Im Speziellen wurde den Katecholaminen Dopamin (DA) und Noradrenalin (NA) ein erheblicher Einfluss auf die Pathogenese der Erkrankung zugesprochen. Exekutivfunktionen wie das Planen von Abl\u00e4ufen, das Arbeitsged\u00e4chtnis, die Vigilanz und die M\u00f6glichkeit, bereits geplante Abl\u00e4ufe zu inhibieren, sind typischerweise bei Patienten mit ADHS in Alltagssituationen und w\u00e4hrend der Durchf\u00fchrung neuropsychologischer Diagnostik beeintr\u00e4chtigt. Der pr\u00e4frontale Kortex, welcher f\u00fcr Exekutivfunktionen eine wichtige Rolle innehat, erh\u00e4lt reichlich dopaminerge und noradrenerge Innervation von entsprechenden Neuronen aus dem Mittelhirn. Bildgebungsstudien bei Patienten mit ADHS konnten Ver\u00e4nderungen der dopaminergen \u00dcbertragung bei gleichzeitig gegebener Involvierung von Exekutivfunktionen, Motivation und Aufmerksamkeit, darstellen. Zudem stellen Stimulanzien und Nicht\u2013Stimulanzien, welche die Transmitter\u00fcbertragung von DA und NA in ADHS-relevanten Gehirnregionen beeinflussen, effektive Therapiema\u00dfnahmen bei Betroffenen dar. Dadurch wird die Hypothese best\u00e4rkt, dass Katecholamine eine entscheidende Rolle in der Pathophysiologie der ADHS spielen.<br \/>\nAls nicht genetische Faktoren werden Schwangerschaftsund Geburtskomplikationen (Eklampsie, verringertes Gewicht des Neugeborenen und erh\u00f6htes Alter der Mutter, fetaler Stress, Geburtskomplikationen und Schwangerschaftsdauer) sowie Nikotin- und Drogenabusus w\u00e4hrend der Schwangerschaft diskutiert. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/t1350.png\" alt=\"tabelle\" width=\"575\" height=\"365\" class=\"alignnone size-full img-border wp-image-996\" \/><\/p>\n<h2>Symptomatik der ADHS<\/h2>\n<p>Die ADHS imponiert klinisch als ein heterogenes St\u00f6rungsbild, das durch die Symptomtrias des Aufmerksamkeitsdefizits, der vermehrten motorischen Aktivit\u00e4t und der erh\u00f6hten Impulsivit\u00e4t gekennzeichnet ist und in den einzelnen Symptomdimensionen unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sein kann.<br \/>\nIn einer ausf\u00fchrlichen psychiatrischen Exploration bei gegebener Symptomatik zeigt sich im psychopathologischen Status ein reduziertes Aufmerksamkeits- und Auffassungsverm\u00f6gen, ein sprunghafter und umst\u00e4ndlicher Gedankenduktus mit fallweise erh\u00f6hter Antwortlatenz sowie eine psychomotorische Unruhe. Hinsichtlich des Aufmerksamkeitsdefizits neigen Betroffene zu Fl\u00fcchtigkeitsfehlern und Schwierigkeiten mit Organisation und Ausf\u00fchrung detailgenauer Arbeiten; nur durch erh\u00f6hten Aufwand kann ann\u00e4hernd die gleiche Leistung im Vergleich zur Normpopulation erbracht werden. Patienten mit ADHS k\u00f6nnen sich meist nicht f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit einer Aufgabe widmen, sind schnell von Aktivit\u00e4ten gelangweilt und durch eigene Gedanken und Impulse abgelenkt. Sie f\u00fchlen sich auch durch \u00e4u\u00dfere Reize vermehrt ablenkbar und leiden unter einem rezidivierenden Gef\u00fchl der Reiz\u00fcberflutung; dies beschreibt die eingeschr\u00e4nkte F\u00e4higkeit, eigene und fremde Informationen filtern zu k\u00f6nnen, um sich Aufgaben in einer priorisierenden Reihenfolge zu widmen. ADHS-Patienten wirken oft versunken in ihrer eigenen Welt und haben Schwierigkeit, dem Gegen\u00fcber in der Konversation zu folgen. Hinzu kommt die Prokrastination (Aufschiebeverhalten), die das Vermeiden von monotonen Aufgaben und M\u00e4ngel im Organisations- und Zeitmanagement umfasst, welche unter anderem durch Vergesslichkeit, chaotisches Verhalten, Unp\u00fcnktlichkeit und mangelnde Verl\u00e4sslichkeit gekennzeichnet sind.<br \/>\nHyperaktives Verhalten manifestiert sich als ein deutlich erh\u00f6htes Bewegungsbed\u00fcrfnis, das Gef\u00fchl, \u201ewie von einem Motor angetrieben\u201c zu sein, sowie das Unverm\u00f6gen, sich entspannen zu k\u00f6nnen. Weiters sind Patienten oftmals \u00fcberm\u00e4\u00dfig laut und neigen dazu, viel und ungebremst zu sprechen. Aufgrund einer herabgesetzten Impulskontrolle treffen Patienten oftmals voreilig Entscheidungen, ohne dabei mittel- bis langfristige Konsequenzen einzubeziehen. Gleichzeitig reagieren sie unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig emotional in Alltagssituationen und weisen eine verminderte Frustrationsintoleranz auf.<br \/>\nParadoxerweise kann es bei Patienten mit ADHS bei gro\u00dfem Interesse f\u00fcr eine bestimmte T\u00e4tigkeit oder ein Thema zu einem Zustand der Hyperfokussierung kommen, in welchem Patienten sich \u00fcberdurchschnittlich gut konzentrieren und \u00fcber l\u00e4ngere Zeit (bis zu Stunden) ausdauernd und ohne Pause einem Thema widmen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend der Hyperfokussierung wird die Umwelt ausgeblendet und die Zeit vergessen. Im Allgemeinen kann dieser Zustand nicht willentlich gesteuert werden, weswegen Missverst\u00e4ndnisse \u2013 besonders bei Eltern und Lehrern \u2013 bez\u00fcglich der Leistungsf\u00e4higkeit von Patienten mit ADHS entstehen k\u00f6nnen.<br \/>\nPatienten mit ADHS sind mit einer deutlich erh\u00f6hten funktionellen Beeintr\u00e4chtigung im Beruf, im Privatleben sowie im Stra\u00dfenverkehr im Vergleich zur Normalpopulation konfrontiert. Partnerschaftliche Konflikte f\u00fchren bei Betroffenen geh\u00e4uft zu Beziehungsabbr\u00fcchen und einer erh\u00f6hten Scheidungsrate, was die dysfunktionalen Verhaltens- und Beziehungsmuster verst\u00e4rkt. Aufgrund der verminderten Konzentrationsf\u00e4higkeit und Belastbarkeit, gepaart mit dem impulsiven und h\u00e4ufig distanzlosen Verhalten, kommt es in einem erh\u00f6hten Ausma\u00df zu beruflichen Problemen. Patienten mit ADHS wechseln h\u00e4ufiger die Arbeitsstelle, werden h\u00e4ufiger gek\u00fcndigt, sind \u00f6fter in Krankenstand und erwirtschaften im Vergleich zur Normalpopulation insgesamt ein deutlich niedrigeres Jahreseinkommen. Zus\u00e4tzlich ist das Risiko f\u00fcr Knochenbr\u00fcche, Sportverletzungen (ADHS wird mit der Neigung f\u00fcr \u201efast pace activities\u201c assoziiert), traumatische Zahnverletzungen, Verbrennungen und Vergiftungen bei Betroffenen signifikant erh\u00f6ht.<br \/>\nIn Zusammenschau der vielschichtigen Symptome kann es bei Patienten mit ADHS in allen Altersstufen zu zwischenmenschlichen Interaktionsproblemen kommen, die zu Ablehnung und sogar sozialer Isolation f\u00fchren k\u00f6nnen. Zur\u00fcckweisungen k\u00f6nnen von emotionalen Schwankungen mit depressiven und\/oder \u00e4ngstlichen Symptomen begleitet werden bzw. diese verst\u00e4rken. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/tabelle2.png\" alt=\"tabelle2\" width=\"574\" height=\"477\" class=\"alignnone size-full img-border wp-image-998\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/tabelle2_2.png\" alt=\"tabelle2_2\" width=\"574\" height=\"328\" class=\"alignnone size-full img-border wp-image-999\" \/><\/p>\n<h2>Diagnostik <\/h2>\n<p>Die klinische Diagnose der ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0; einfache Aktivit\u00e4ts- und Aufmerksamkeitsst\u00f6rung) ist nach den g\u00e4ngigen Klassifikationssystemen im Rahmen einer psychiatrischen Exploration unter Ber\u00fccksichtigung der anamnestischen Angaben und des fassbaren psychopathologischen Befundes zu stellen. Die Diagnostik kann zus\u00e4tzlich durch neuropsychologische Tests und spezialisierte Frageb\u00f6gen (Selbst- und Fremdbeurteilung) unterst\u00fctzt werden. Ein \u00f6sterreichisches Konsensus-Statement zur ADHS wurde 2012 ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nKlinisch wird ADHS in drei unterschiedliche Typen eingeteilt: ADHS vom vorwiegend unaufmerksamen Typ, ADHS vom vorwiegend hyperaktiven Typ und ADHS vom kombinierten Typ (sowohl Aufmerksamkeitsdefizit als auch Hyperaktivit\u00e4t\/ Impulsivit\u00e4t gegeben). ADHS vom kombinierten Typ weist die h\u00f6chste Pr\u00e4valenz auf und ADHS vom hyperaktiven Typ die niedrigste. Es sei erw\u00e4hnt, dass im ICD-10 die Spezifizierung der Subtypen nicht ber\u00fccksichtigt wird, im Gegensatz zum DSM 5. Aufgrund des Einsatzes gleicher therapeutischer Ma\u00dfnahmen hat die obengenannte Einteilung nur nur eingeschr\u00e4nkten klinischen Einfluss. Es werden Symptomkomplexe sowohl f\u00fcr die Aufmerksamkeitsst\u00f6rung als auch f\u00fcr die Hyperaktivit\u00e4t und Impulsivit\u00e4t mit jeweils neun charakteristischen Merkmalen beschrieben. Zur Vergabe der Diagnose ADHS m\u00fcssen 1.) mindestens sechs von neun Merkmalen aus einem oder beiden Symptomkomplexen identifiziert werden und 2.) durch die Symptomatik ein entsprechender Leidensdruck vorhanden sein (Tabelle 2). Weiters darf die Symptomatik nicht durch eine andere psychische oder somatische St\u00f6rung (z.B.: tiefgreifende Entwicklungsst\u00f6rung; Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion oder Substanzabh\u00e4ngigkeit) erkl\u00e4rt werden. Standardisierte Selbst- und Fremdbeurteilungsskalen sind hilfreich, um ADHS-spezifische Symptome erfassen zu k\u00f6nnen, und sie geben Aufschluss \u00fcber die Auspr\u00e4gung der Symptomatik (z.B.: Weimar-, Conners- und Brown-Skalen).<br \/>\nNach M\u00f6glichkeit ist es von Vorteil, Verwandte (z.B.: Eltern, Geschwister) oder Bekannte (z.B.: Partner) zu der vergangenen und aktuellen Symptomatik des Patienten zu befragen. Fremdbeurteilungen sind ein integraler Bestandteil der Diagnostik und k\u00f6nnen im Rahmen eines Interviews oder mit standardisierten Beurteilungsb\u00f6gen erhoben werden (z.B. Conners Fremdbeurteilungsb\u00f6gen).<br \/>\nSomatische Grunderkrankungen (z.B.: eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion) sowie medikament\u00f6se Behandlungen (z.B.: Sympathikomimetika, Steroide) m\u00fcssen aus differenzialdiagnostischen Gr\u00fcnden erhoben werden. Bildgebende und genetische Untersuchungen haben bis heute noch keinen Stellenwert in Diagnostik oder therapeutischer Entscheidungsfindungen, obwohl dem Gebiet der Neurowissenschaften und insbesondere jenem der neuronalen Bildgebung und der Genetik eine immer wichtigere Rolle bei ADHS zugeschrieben wird. Die Magnetresonanztomographie wird zum Ausschluss einer organischeren Erkrankung eingesetzt. <\/p>\n<h2>Komorbidit\u00e4ten <\/h2>\n<p>Durch die bereits beschriebene Symptomatik mit der daraus resultierenden funktionellen Beeintr\u00e4chtigung in der Alltagsbew\u00e4ltigung und den zum Teil insuffizienten Kompensationsmechanismen kommt es bei Patienten mit ADHS h\u00e4ufig zur Entwicklung psychiatrischer Komorbidit\u00e4ten (Lebenszeitpr\u00e4valenz zwischen 50 und 80). Insbesondere un- oder fehldiagnostizierte, aber auch regelkonform diagnostizierte Patienten werden oft als desinteressiert oder faul, langsam oder dumm wahrgenommen, was zu einem negativen Selbstbild f\u00fchren kann und deshalb das Auftreten affektiver St\u00f6rungen und Suchterkrankungen beg\u00fcnstigt. Komorbider Alkohol- und Drogenmissbrauch liegen bei mehr als 25 Prozent der Patienten mit ADHS vor. Als Hauptgrund f\u00fcr den Substanzkonsum wird der Versuch von Patienten diskutiert, sich im Sinne einer Selbstmedikation weniger angespannt, paradoxerweise leistungsf\u00e4higer, weniger zerstreut und reiz\u00fcberflutet zu f\u00fchlen. Studien weisen auf eine deutlich erh\u00f6hte Pr\u00e4valenz von Depressionen und Angstst\u00f6rungen sowie von Schlafst\u00f6rungen bei Patienten hin. Vor allem aufgrund erh\u00f6hter Raten an dissozialen Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen und St\u00f6rungen des Sozialverhaltens finden sich im Vergleich zur Normalpopulation deutlich erh\u00f6hte Pr\u00e4valenzen von Patienten mit ADHS in Gef\u00e4ngnissen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/tabelle3.png\" alt=\"tabelle3\" width=\"574\" height=\"369\" class=\"alignnone size-full img-border wp-image-1001\" \/><\/p>\n<h2>Therapie <\/h2>\n<p>Nach Diagnosestellung gilt es prim\u00e4r, die individuelle Situation des jeweiligen Patienten m\u00f6glichst genau einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, um die komplexe Symptomatik suffizient behandeln zu k\u00f6nnen und die jeweiligen Ressourcen des Betroffenen zu st\u00e4rken. Die Indikation der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Symptomatik, der Beeintr\u00e4chtigung in den verschiedenen Lebenssituationen und vor allem dem subjektiv empfundenen Leidensdruck (Tabelle 3). Bei im Vordergrund stehender ADHS-Symptomatik kann die Therapie meist problemlos im ambulanten Setting durchgef\u00fchrt werden. Bei ausgepr\u00e4gter Beeintr\u00e4chtigung im Alltag und dem Vorhandensein von Komorbidit\u00e4ten kann sich \u2013 aufbauend auf eine ambulante Betreuung \u2013 ein station\u00e4rer Aufenthalt zur Therapieeinstellung von Vorteil erweisen. In jedem Fall ist ein eingehendes und umfassendes Aufkl\u00e4rungsgespr\u00e4ch nach Diagnosestellung \u00fcber die Erkrankung, die typische Symptomatik sowie die m\u00f6glichen Therapieoptionen ein essenzieller Bestandteil des Behandlungskonzepts. Dies stellt bereits einen Teil der Psychoedukation und des Coachings dar, welches f\u00fcr die Patienten einen wesentlichen Informationsgewinn \u00fcber die Erkrankung (mit Einbeziehung der individuellen Situation) darstellt und als wertsch\u00e4tzende und vertrauensf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahme empfunden wird. Da Erwachsene mit ADHS mit Organisations- und Zeitmanagementdefiziten konfrontiert sind und es ihnen dementsprechend meist schwer f\u00e4llt, sich an therapeutische Vereinbarungen zu halten, kann dies die Therapie-Adh\u00e4renz positiv beeinflussen.<br \/>\nLangzeitstudien haben gezeigt, dass Patienten mit ADHS ohne Therapie (medikament\u00f6s, nicht medikament\u00f6s, Kombination) Beeintr\u00e4chtigungen in den verschiedenen Lebensbereichen im Vergleich zur Normalpopulation erfahren und eine Therapieintervention die Allgemeinsituation verbessert. Eine skandinavische Datenbank- Studie zeigt ein geringeres Risiko f\u00fcr jugendliche ADHSPatienten delinquent zu werden, wenn diese entsprechend ihrer Symptomatik psychopharmakologisch behandelt werden. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/dizign-projekte.at\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/tabelle4.png\" alt=\"tabelle4\" width=\"735\" height=\"466\" class=\"alignnone size-full img-border wp-image-1004\" \/><\/p>\n<h2>Medikament\u00f6se Therapie mit Stimulanzien <\/h2>\n<p>Der Einsatz von Stimulanzien bei Erwachsenen mit ADHS f\u00fchrt zu einer signifikanten Verbesserung der klinischen Symptomatik in allen drei Symptomkomplexen und zeigt insgesamt im Vergleich zu anderen medikament\u00f6sen Therapien die h\u00f6chste Effektst\u00e4rke. Methylphenidat stellt eine gut untersuchte Substanz dar und ist die am h\u00e4ufigsten verordnete Stimulanz. In \u00d6sterreich ist Methylphenidat jedoch nur bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS zugelassen und wird daher bei Erwachsenen mit ADHS als \u201eOff-Label\u201c-Medikament verordnet. Im Gegensatz dazu ist Methylphenidat in Deutschland auch bei Erwachsenen mit ADHS zugelassen. Pharmakologische Studien konnten zeigen, dass Stimulanzien selektiv die Wiederaufnahme von DA und NA aus dem synaptischen Spalt am jeweiligen Transporter hemmen. Dadurch kommt es zu einem Anstieg von DA und NA in der Synapse, wodurch postsynaptische dopaminerge und noradrenerge Rezeptoren aktiviert werden und eine verbesserte neuronale Informations\u00fcbertragung innerhalb einer und zwischen verschiedenen Gehirnregionen zufolge hat.<br \/>\nMethylphenidat erreicht seine maximale Plasmakonzentration und klinische Wirkung nach ein bis zwei Stunden. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit von zwei bis vier Stunden und des Wirkungsabfalls nach wenigen Stunden wird die Medikation \u00fcblicherweise morgens und mittags eingenommen. Im Verlauf wurden retardierte Formulierungen von Methylphenidat mit einer maximalen Halbwertszeit zwischen sechs und zw\u00f6lf Stunden entwickelt, welche nur einmal pro Tag eingenommen werden m\u00fcssen, wodurch sich die Compliance erh\u00f6ht. Nach Beginn der Therapie mit Stimulanzien kommt es bei ca. 70 Prozent der ADHS-Patienten bereits nach kurzer Zeit zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik. Ungef\u00e4hr 25 Prozent der Patienten sprechen jedoch klinisch nicht auf Methylphenidat an. Methylphenidat sollte in einer Startdosis von 10 bis 20mg\/ Tag (morgens und mittags) eingenommen werden, die Zieldosis kann bei bis zu 60mg\/Tag (morgens und mittags) und bei entsprechender Indikation auch dar\u00fcber liegen.<br \/>\nNeben Methylphenidat sind Amphetaminpr\u00e4parate (Mischungen aus verschiedenen Amphetaminsalzen) gut untersuchte und, bei entsprechend ad\u00e4quater Anwendung nach Indikation, sichere Medikamente, wobei ein Risiko zum Substanzmissbrauch bzw. ein Abh\u00e4ngigkeitspotenzial diskutiert wird. Es wird deutlich \u00f6fter in den USA als in Europa verordnet, die meisten Amphetaminpr\u00e4parate sind in \u00d6sterreich nicht erh\u00e4ltlich. Amphetaminpr\u00e4parate sind in \u00d6sterreich sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen mit ADHS nicht zugelassen. Sie finden ihre Anwendung bei Nichtansprechen auf Atomoxetin und Methylphenidat oder bei auftretenden Unvertr\u00e4glichkeiten.<br \/>\nZu den h\u00e4ufigen, jedoch leichten Nebenwirkungen z\u00e4hlen Appetitverlust, Gewichtsverlust, Kopf- und Bauchschmerzen, Blutdruck- und Pulserh\u00f6hungen und gelegentlich auch dysphorische Stimmung. Nach Absetzen oder Wirkungsverlust von vor allem kurzwirksamen Stimulanzien kann es zu einem \u201eRebound-Ph\u00e4nomen\u201c kommen. Ebenfalls k\u00f6nnen gering ausgepr\u00e4gte depressive Symptome f\u00fcr einen \u00fcberschaubaren Zeitraum auftreten. Als Kontraindikationen gegen eine Behandlung mit Methylphenidat m\u00fcssen somatische Erkrankungen (Schilddr\u00fcsenfunktionsst\u00f6rung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erh\u00f6hter Augeninnendruck) sowie Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis beachtet werden. <\/p>\n<h2>Medikament\u00f6se Therapie mit Nicht-Stimulanzien <\/h2>\n<p>Atomoxetin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antidepressiva (selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer), der seit 2006 in \u00d6sterreich f\u00fcr die \u2013 derzeit einzige \u2013 medikament\u00f6se Therapie bei ADHS im Erwachsenenalter zugelassen ist. Atomoxetin erh\u00f6ht in erster Linie die noradrenerge Transmitter\u00fcbertagung im Gehirn. Weiters wird die dopaminerge Transmitter\u00fcbertagung im pr\u00e4frontalen Kortex aktiviert, einer Hirnregion, in welcher der Noradrenalintransporter den R\u00fccktransport von Dopamin in die Zelle \u00fcbernimmt, da der Dopamintransporter nicht vorhanden ist. In randomisierten klinischen Studien konnte ein deutlicher Effekt von Atomoxetin bei Erwachsenen mit ADHS festgestellt werden. Zus\u00e4tzlich wird die Substanz mit einer Verbesserung affektiver Symptome in Verbindung gebracht. Zu einem suffizienten Wirkeintritt kommt es in der Regel nach mehreren Wochen. Ca. 50 bis 70 Prozent der Patienten sprechen auf Atomoxetin an. Die Zieldosis sollte nach einer Startdosis von 10 bis 18mg\/Tag zwischen 60 und 100mg\/Tag liegen.<br \/>\nAtomoxetin ist im Allgemeinen gut vertr\u00e4glich und besitzt kein Abh\u00e4ngigkeitspotenzial. Zum Auftreten von Nebenwirkungen wie Appetitverlust, Gewichtsverlust, Kopf- und Bauchschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann es vermehrt nach Beginn bzw. nach Dosissteigerung von Atomoxetin kommen; diese sind meist nach wenigen Tagen reversibel.<br \/>\nPlazebo-kontrollierte Studien konnte zeigen, dass Psychopharmaka wie Reboxetin (selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer), Bupropion (selektiver Dopaminund Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer), Desipramin und Nortriptylin (beides trizyklische Antidepressiva mit ausgepr\u00e4gtem noradrenergem Wirkmechanismus) und Modafinil (Psychostimulierende Substanz) einen positiven Wirkeffekt bei ADHS haben. Die Datenlage der genannten Psychopharmaka reicht jedoch f\u00fcr eine Zulassung in \u00d6sterreich nicht aus. Aufgrund der gr\u00f6\u00dferen Effektst\u00e4rken bei gleichzeitig geringem Nebenwirkungsprofil von Atomoxetin und Methylphenidat stellen sie nur selten eine medikament\u00f6se Therapieoption dar. <\/p>\n<h2>Psychotherapie und Psychoeduktion bei ADHS <\/h2>\n<p>Da die Betreuung bei ADHS im optimalen Fall ein multimodales Therapiekonzept beinhaltet, befasst sich die Psychotherapie bei Erwachsenen mit ADHS mit der Kernsymptomatik, der Behandlung von Komorbit\u00e4ten sowie den im Alltag belastenden Funktionsbeeintr\u00e4chtigungen. Im Vordergrund stehen verhaltenstherapeutische Ma\u00dfnahmen, welche die beste empirische Datenlage aufweisen. Kognitive Verhaltenstherapien besch\u00e4ftigen sich u.a. mit Organisations- und Planungsstrategien, dem Umgang mit Ablenkbarkeit und Vermeidungsverhalten, der Bearbeitung von dysfunktionalen Grundannahmen, der Emotionsregulation sowie der Psychoedukation von Partnern und Familie. Die Gruppenpsychotherapie bei ADHS im Erwachsenenalter nach dem Freiburger Konzept wird ebenfalls klinisch angewendet, wonach es zu einer Verbesserung der ADHS-Symptomatik kommt. Zus\u00e4tzlich spielen Psychoedukation und Coaching eine wichtige Rolle in der Autonomiest\u00e4rkung der Betroffenen. <\/p>\n<h2>Zusammenfassung <\/h2>\n<p>ADHS ist eine im Kindesalter beginnende und sich mit hoher Persistenz im Erwachsenenalter fortsetzende neuronale Entwicklungsst\u00f6rung, hat weltweit eine hohe Pr\u00e4valenzrate und ist mit schweren Beeintr\u00e4chtigungen in verschiedenen Lebensbereichen assoziiert. Obwohl es derzeit nicht m\u00f6glich ist, die Erkrankung kausal zu behandeln, kommt es mit der Anwendung der g\u00e4ngigen Therapieoptionen zu einer Verbesserung der ADHS-spezifischen Symptomatik und damit zu einer deutlichen Verbesserung der funktionellen Alltagsbeeintr\u00e4chtigung. Die Diagnose ADHS stellt f\u00fcr die Betroffenen oftmals eine Erleichterung dar, da diese, aufgrund des verminderten Selbstwertes und der Schwierigkeiten, Lebensziele zu erreichen, ihre eigenen, oft ungeliebten Eigenschaften in den Kontext einer psychischen St\u00f6rung setzen k\u00f6nnen, um in weiterer Folge ihre negatives Selbstbild zurechtr\u00fccken k\u00f6nnen. Die Einbeziehung der ADHS in den klinischen Alltag ist von entscheidender Bedeutung, um Patienten ad\u00e4quat nach ihrem St\u00f6rungsbild (Auspr\u00e4gung, Leidensdruck, Komorbidit\u00e4ten) behandeln zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Autoren: Dr. Thomas Vanicek, Dr. Marie Spies, Dr. Alexander Kautzky, Assoc.-Prof. Dr. Rupert Lanzenberger PD, o. Univ.-Prof. Dr.hc.mult. Dr. Siegfried Kasper, Dr. Konstantinos Papageorgiou<br \/>\nUniversit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie, Wien <\/p>\n<p>Literatur bei den Autoren <\/p>\n<p>Lecture Board: Univ.-Prof. Dr. Christian Geretsegger, Univ.-Prof. DDr. Hans-Peter Kapfhammer, Univ.-Prof. DDr. Gabriele Sachs <\/p>\n<p>\u00c4rztlicher Fortbildungsanbieter: Klinische Abteilung f\u00fcr Biologische Psychiatrie, Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie, Wien <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schwerpunkt dieser \u00dcbersichtsarbeit liegt auf der Darstellung der rezenten Datenlage zur Epidemiologie und \u00c4tiologie, der Beschreibung der klinischen Manifestation der ADHS sowie der Diagnostik und Therapiem\u00f6glichkeiten der adulten ADHS. Ein Beitrag von Dr. Thomas Vanicek, Dr. Marie Spies, Dr. Alexander Kautzky, Assoc.-Prof. Dr. Rupert Lanzenberger PD, o. Univ.-Prof. Dr.hc.mult. 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