Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie

14. Tagung der ÖGPB: Abtracts

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Versorgung mit Psychiatern in Österreich

Die zukünftige Versorgung mit Psychiatern wird unter Status-quo-Bedingungen in Österreich bald an ihre Grenzen stoßen. Bereits ab dem Jahr 2018 wird die Nachfrage nach Leistungen das Angebot übersteigen.

Funktionelle Bewegungsstörungen

Funktionelle Bewegungsstörungen sind häufig und prinzipiell behandelbar. Eine Diagnosestellung basierend auf positiven Kriterien ist der erste Schritt bezüglich eines erfolgreichen Managements, wobei zeitliche Verzögerung die Prognose verschlechtert. Die Diagnoseübermittlung an die Patienten ist somit ein kritischer Punkt. Ein multidisziplinäres Team ist Grundvoraussetzung, weitere Therapiestudien sind dringlich erforderlich.

Effizienz von Psychopharmaka im Vergleich zu Nicht-Psychopharmaka

In einer 2012 publizierten Übersichtsarbeit wurde erstmals systematisch die Wirksamkeit von Psychopharmaka im Vergleich zu Nicht-Psychopharmaka untersucht und herausgefunden, dass Psychopharmaka grundsätzlich ähnlich effektiv sind wie Medikamente anderer medizinischer Fachrichtungen.

Neuroimaging mit radioaktiven Liganden

PET-Radiopharmaka sind ein wertvolles, nicht invasives Werkzeug zur direkten Visualisierung und Quantifizierung von molekularen Abläufen im menschlichen Gehirn.

Psychopharmakologie als Schlüssel zum Verständnis

Eine bidirektionale Beziehung zwischen dem neuronalen Wirkungsmechanismus und einem damit verbundenen Pathomechanismus zieht sich wie ein roter Faden durch die Entwicklungsgeschichte aller Psychopharmaka.

Nehmen psychische Störungen zu? Eine europaweite Bestandsaufnahme.

Seit einigen Jahren häufen sich Berichte über zunehmende Arbeitsausfalltage und steigende Frühberentungen aufgrund psychischer Erkrankungen. Die Prävalenz hat sich nicht verändert, aber – vor dem Hintergrund nur begrenzt effektiver Behandlungsverfahren und unverändert defizienter Versorgungssysteme – die individuelle, ökonomische und gesellschaftliche Gesamtbelastung durch psychische Erkrankungen hat sich erhöht.

Psychopharmakotherapie bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Bei der Anwendung von Psychopharmaka ist zu beachten, dass sie bedeutsame Auswirkungen auf die therapeutische Beziehung bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen nehmen können, weshalb ihr Einsatz besonders sorgfältig reflektiert werden muss.

Neurochirurgische Aspekte der Tiefen Hirnstimulation in der Psychiatrie

Der Einsatz der Tiefen Hirnstimulation könnte sich als erfolgreiches Therapiekonzept in der Psychiatrie erweisen, wenn die weiteren Schritte zur Etablierung dieser neuartigen Therapie verantwortungsvoll geplant werden und wenn für eine seriöse Validierung der Behandlungsergebnisse gesorgt ist.

Schlafstörungen aus allgemeinmedizinischer Sicht

Das allgemeinmedizinische Herangehen an Gesundheitsproblemen orientiert sich an der Person (im Gegensatz zur Krankheitsorientierung des Spezialisten). Nur selten sind Schlafstörungen eigene Krankheitsentitäten, viel mehr sind sie Ausdruck von komplexen Störungen und komorbiden Krankheiten.

Schlafstörungen beim Erwachsenen bei psychiatrischen Erkrankungen

Vor allem Erkrankungen aus dem Bereich der neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen, affektive Störungen und Störungen durch Alkohol sind häufige Ursachen nicht organischer Schlafstörungen

Schlafstörungen beim Kind aus familienmedizinischer Sicht

Sowohl der Schlaf als auch wache Phase des Kindes haben Auswirkung auf das Familiensystem und wirken beziehungsgestaltend. Ob und wann wir als Hausärzte über das Schlafverhalten informiert werden, hängt davon ab, ob bei den Erwachsenen Sorge und Zweifel aufkommt, ob der Schlaf-Wach-Rhythmus des Kindes für dieses normal ist und/oder wenn die Eltern selbst in ihrem Schlafrhythmus bereits erheblich beeinträchtigt sind.

Organische Schlafstörungen

Zur Klassifikation organischer Schlafstörungen stehen die klinische ICD-10 der WHO (1992) und die schlafmedizinische ICSD-2 (International Classification of Sleep Disorders, 2nd Edition) der American Academy of Sleep Medicine (2005) zur Verfügung.